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Alles für meine Tochter

 Zur besten Sendezeit hat die ARD heute (10.05.2013) wieder einmal das Thema Adoption aufgegriffen. Ines erkennt auf den ersten Blick ihre vor 16 Jahren zur Adoption freigegebene Tochter wieder. Clara jedoch weiß nichts davon, dass sie adoptiert ist. Ihre Adoptiveltern wissen, dass sie den richtigen Zeitpunkt für die Wahrheit verpasst haben. Sie fassen sich ein Herz und erzählen ihrer Tochter die Wahrheit. Die ist fassungslos und sucht Hilfe bei ihrer Lehrerin, nichtsahnend, dass Ines Erdmann ihre leibliche Mutter ist ...

 

An der einen oder anderen Stelle wirkt der Film für Betroffene etwas konstruiert, was aber scherlich der Tatsache der 90minütigen Sendezeit geschuldet ist. Im Großen und Ganzen greift der Film aber einige wichtige Aspekte des Themas Adoption ganz gut auf:

  • Der einzig richtige Weg für Adoptiveltern ist die frühe Aufklärung, um einen wesendlichen Vertrauensbruch zu vermeiden.
  • Dabei sollten Adoptiveltern und Adoptivkind sich bewusst machen, dass die abgebendes Seite oft unter der Weggabe des Kindes leidet.
  • Es passieren in solchen Adoptionsgeschichten tatsächlich manchmal Dinge, bei denen der Verstand etwas anderes rät, als der Betroffenen es dann tatsächlich umsetzt.
  • Im "Leben danach" verschweigen viele abgebende Mütter die Adoption.

Clara wirkt wie eine sehr reife 16-jährige, die einmal mehr keine Freundinnen bei ihrem Problem zurate zieht (das war auch in dem 2012 von der ARD ausgestrahlten Film "Das Wunschkind" so). Auch die üblichen unter Jugendlichen weit verbreiteten Kommunikatonswege wie Internet und Handy werden völlig ausgeblendet.

Fazit von Adoptiveltern, die diesen Film gemeinsam gesehen haben: Gut, dass wir es unserem Kind schon so früh erzählt und den Dialog danach altersentsprechend fortgesetzt haben.


 
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