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Resilienz - Was die Seele stark macht Drucken E-Mail

 In der 3sat Mediathek ist ein Bericht zur Resilienz-forschung eingestellt, der die neueren Ergebnisse aufzeigt.

Nachfolgend die Zusammenfassung und Bewertung des 57 minütigen Filmberichts durch eine Adoptivmutter:

"Resilienz kommt vom lateinischen „resilire“ und  bedeutet  „Abprallen“. Es ist die Fähigkeit, mit Veränderungen umzugehen. Als bildhaftes Beispiel kann ein  „Stehaufmännchen“ dienen, das sich immer wieder aufstellt, egal wie oft es umgeworfen wurde und dabei immer noch ein Lächeln auf den Lippen hat. Es  verfügt über ein großes Maß an Resilienz ... Die Sendung befasste sich am 16.01.2014 sehr intensiv mit den Thema „Was die Seele stark macht“.  Ein auf jeden Fall sehenswerter Beitrag zum Thema Resilienz.

Die nachfolgenden Zeilen geben meine Wahrnehmung der Sendung und meine Gedanken zu dem Thema wider:

Die Sendung erklärt  wissenschaftlich, aber trotzdem sehr gut verständlich, verschiedene Erklärungsmodelle der Resilienz.

Die Forschung ist sich nicht ganz einig, warum manche Menschen Erlebnisse und Traumata scheinbar ohne größere Narben in der Seele „wegstecken“. Warum können manche Menschen selbst nach Erlebnissen wie dem Holocaust  ein letztendlich glückliches und erfülltes Leben führen? Warum können manche Menschen eine Krise gut überstehen während andere in eine Depression stürzen? Welche Fähigkeiten und Einstellungen lassen manche Menschen Krisen besser überstehen? Was macht deren Seele stark? Kann man das lernen? Oder ist das vererbte Veranlagung?

Genetiker sprechen von der Erbanlage, Bindungsforscher sprechen vom Selbstwertgefühl das  in den ersten Lebensjahren mit Hilfe eines stabilen Elternhauses und verlässlichen Beziehungen entstehen kann.

Aber in der Sendung wurde deutlich, dass die Entstehung von Resilienz nicht so einfach zu beschreiben ist.

Es wurde in Studien nachgewiesen, dass bestimmte Botenstoffe, die in Stresssituationen einer werdenden Mutter  entstehen,  auf das ungeborene Kind übergehen. Die Untersuchungen scheinen sogar zu belegen, dass  selbst durch die Spermien des Mannes dessen traumatische Erlebnisse an die Kinder weiter gegeben werden können.

Die Genetik erforscht die Veränderungen der DNA. Die DNA verändert sich in Stresssituationen und die Menschen mit der dauerhaft veränderten DNA stehen unter ständiger erhöhter Alarmbereitschaft. Ob die Veränderungen in der DNA vererbbar sind, ist nicht nachgewiesen.

Die Bindungsforscher erklären Resilienz  durch ein hohes Maß an stabilen Bindungen in der Kindheit. Ein Projekt in Köln beschäftigt sich mit Roma-Kindern, die in ärmlichsten Verhältnissen, aber sehr geschützt in einer stabilen, wertschätzenden Gemeinschaft leben  und so eine größtmögliche seelische Widerstandskraft erwerben.

Für mich als Adoptivmutter war es wichtig zu erfahren, dass ich die Resilienzentwicklung meines Kindes fördern kann. Dass ich es beeinflussen kann, wie stark mein Kind werden kann und  wie selbstbewusst es durch sein Leben gehen kann. Entlastend für mich ist das Wissen,  dass ich, durch Umstände, die ich nicht zu verantworten habe und an denen ich auch nichts ändern kann,  an Grenzen stoße.  Das zu akzeptieren und damit umzugehen, erfordert auch von den Adoptiveltern eine große Resilienz."


Wer Lust bekommen hat, sich die Sendung ganz anzusehen, findet sie hier .

 

 
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