Siebengestirn

 In diesem Buch wird die Adoption einer damals Dreijährigen beleuchtet, die von ihrer leiblichen Mutter, einer Cherokee-Indianerin, im Auto einer Amerikanerin ausgesetzt wird. Diese adoptiert das Mädchen und lebt glücklich mit ihm. Als durch einen Zufall die beiden ins Fernsehn kommen, beginnt eine Anwältin mit Cherokee-Blut die Adoption zu hinterfragen. Durfte dieses Mädchen außerhalb des Volkes der Cherokee adoptiert werden? Die Gesetze sind eindeutig und es beginnt der Kampf eines Volkes gegen die Bedürfnisse eines Kindes.

Erst im letzten Kapitel besinnt sich die Anwältin und findet eine Lösung, die auch die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigen. Ich gestehe ehrlich, ich habe das Buch nicht weiter gelesen, denn es hat weh getan, als nur die Interessen der Cherokee Berücksichtigung finden sollten. Nach einigen Wochen hat ein Blick ins letzte Kapitel gezeigt, dass das Buch die Kurve doch noch bekommen hat.(Eine Adoptierte)PS: Das Buch wurde 1993 mit dem Los Angeles Times Book Prize ausgezeichnet. Es wurde mehr als 300 000 mal verkauft.